Posts

Knirschen

Unruhe zerfrisst mich, bricht mich, sie besitzt mich. Kann nie sitzen, stillstehen oder dir in die Augen sehen. Gelenke am Knirschen und Knacken, kann es nicht lassen. Unerträgliche Spannung in jedem Gelenk. Bin mich am Verbiegen und Verrenken, um irgendwie die Schmerzen zu senken. Schreit mein Kopf erbarmungslos in meine Seele hinein. Wie wird es sein? Was wäre, wenn? Würde so gern mein Ende kennen. Stell dir vor, du könntest nicht mehr rennen. Würde ich an Qual und Leid verenden oder könnte ich es rechtzeitig beenden? Kann nur noch daran denken. Zitternde Hände. Bitte zu … Bitte zu wem? Nur noch Angst, wo mal Träume waren. Horror-Fantasien so festgefahren. Wäre gern noch einmal verliebt. Einmal ohne Schmerz. Ohne Bericht in der Krankenakte. Nur einmal nicht ich. Es ist nicht nur der Knochen, der bricht. Es ist keine Hoffnung in Sicht. Ich möchte und kann es nicht. Mit diesem Schmerz – das bin nicht ich.

cl0wn I.0

Ich glaube, ich möchte der traurigste Clown in Paris sein.   Im Wahnsinn der Stadt würd ich gern all das Schöne loben. Im Wahn der Metropole den Farben erliegen.   Der Wunsch, in der Sonne hier zu bleiben – da bleib ich liegen. Doch es ist aufgebaut auf Lügen und Intrigen.   Geschichte geschrieben von denen, die siegen. Alle so individuell, dass sie zu unterscheiden schwer wird.   Die Stadt der Liebe und ich bin verwirrt. Ich starre aus dem Hotelzimmer, und Systemkritik in mir fängt an zu toben.   Doch ich mache brav mit,   so bin ich erzogen.   Verzogen.   Womöglich auch betrogen. Betrogen um den Kampf und den Sieg.   Kein Leisten für die, die ich lieb,   sondern für das System, dem unsere damalige Freiheit unterliegt. Sie haben erfolgreich mit Vernunft die Normalität besiegt,   den Überlebenskampf so vollständig eliminiert   und unser aller Leben bis ins Letzte ruini...

cl0wn o.5

Wenn meine Seele durch die Nacht wandert,   auf Suche nach jenen, die ich nie kannte,   auf Suche nach Sinn.   Hilflos ausgeliefert dem, der ich bin –   ein einsames Wesen ohne jeglichen Sinn.   Da wabert das Finstre in mir dahin,   bis es bestimmt, wer ich bin.   Wenn ich mich in den Gedanken anderer wiederfinde,   bricht, was ich empfinde,   das, was ich bin.   Ich bin   Nichts, aber der Sinnhaftigkeit beraubt.   Kann den Schmerz alleine nicht empfinden.   Kaczynskis Manifest in mir am Beben.   Gewaltfantasien suchen ihren Weg aus der Dunkelheit ins Leben.   Ich probiere, dem Gedanken nicht zu erliegen –   paranoide Schizophrenie oder doch ein Netz aus Lügen und Intrigen?   Selbstständigkeit und das eigene Risiko auf die Masse verlagert,   und Probleme erschaffen, die kein Einzelner   überschauen, ...

Aus Tradition

Nicht daran gedacht bis heute. Wollte es auch nicht mehr. Nicht ein Jahr mehr. War mir so sicher, ich hätte mich verändert. Verhalte ich mich doch anders. Spreche anders. Sehe anders aus. Aber bin noch der gleiche. War nie jemand anders. Nur die Hand, die mich spielte, ist weg. Der Einfluss ihrer Macht, in Gedanken verbannt. Doch frag ich mich, wie ich mich so naiv dem Puppenspiel hingeben konnte. Getarnter Wahnsinn als Vernunft. Im kalten Licht spricht der Weißkittel und besiegelt, wie es ist. Die Verantwortung abgegeben an eine Nummer in deiner Akte. Die neue Verantwortung, verantwortungslos. Aus Gesund werden wird damit Leben. Aus Aufheben wird wegtreten. Aus alles geben wird aufgeben. So bin ich, hier steht es. F60.X

Denk leise und nie laut

Hörst du die Schüsse nicht näher kommen? Fühlst du dich auch so benommen? Distanziere dich! Hörst du nicht? Sind es doch sie die uns den Frieden genommen haben. Hörst du nicht was sie sagen? Können Menschen wie dich nicht länger tragen. Hörst du sie nicht warnen? Kopf voller Fragen aber darfst es keinem sagen. Von Informationen erschlagen. Wie kannst du es nur ertragen. Hörst du nicht was sie über unseren Feind so sagen? Siehst du sie nicht die Waffen an die Grenzen tragen? Jedes ihrer versprechen hat ein Hacken. Schweig. Sie werden dich sonst Jagen. Und solltest du es wagen... Das tust du nicht. Stellst du die Wahrheit etwa in Frage? Du erkennst nicht den Ernst deiner Lage. Bis wir dich zu Grabe tragen. Hat sonst noch jemand fragen?

V.X.

Trauer umringt mich Hab mich in der Dunkelheit verrannt Sie umgibt mich  Die Finsternis hat jedes Licht verbannt Sie hält mich fest im Griff  Fragende Augen starren und haben mich erkannt So treibt meine Seele durchs Gedanken Gestrüpp An Angst und Panik erkrankt Hoffnungslos verloren auf der Suche nach Glück Mein Schädel voller Fragen Erbarmungslos geworden und kein Weg mehr zurück Kann ich diese Trauer noch ertragen? Das frage ich mich Ich kann es nicht So Zweifel ich Ich denk an dich

V.X.

Abwärtsspirale Vom Korn in die Besinnungslosigkeit Tausend Menschen im Nebel Nebel der die Stadt umhüllt Tausend Augen die dich suchen Sie suchen dich in der Dunkelheit und so vergessen sie das du auch mal strahlen konntest  Augen zum ertrinken Stimme zum erstarren Fürchte dich  Sie finden dich  Gedanken zwingen dich  Sie schreien bis du kapitulieren willst Sehenst dich nach der Ruhe  Lebst den Hass Stirbst in Trauer Gedanken werden klarer  So klar wie der Schnaps in deinem Glas Energie verschwendet und nie zurück bekommen Ist die letzte Reserve aufgebraucht Nimmst du den letzten Schluck Knallt der Schädel auf die Straße So hörst du nicht das brechen der Knochen Hörst nicht dein verzweifeltes schreien Du hörst nur diesen Gedanken den du einst hattest „Wenn zwei Menschen sich wirklich lieben so muss einer von ihnen sterben“ Augen fallen zu Schreie verstummen Die Nacht ist um Du kannst nun ruhen

Friedlicher Ort

Bild
Ruhe kehrt ein Um dich herum alles neu Um dich herum beginnt eine neue Zeit Doch bei dir bin ich kurz frei Die Zeit bleibt stehen Sie verläuft fast rückwärts Ein Atemzug mehr  Die Augen kurz zu Ich muss weiter Bis zum nächsten Mal

Mein schönster Alptraum

Begleitest mich jede Nacht Raubst mir den Schlaf Raubst mir die Sorglosigkeit Und am Ende raubst Du mir den Verstand Ich tue alles Alles um zu entkommen Doch jede Nacht da begleitest Du mich Ich wache schreiend auf aber hören Hören tu nur ich es Verlier mich in Gedanken Verlier mich in der Vergangenheit Vergesse die Gegenwart Verdränge die Zukunft Und jeder Gedanke Jedes Wort Jeder Atemzug Er gilt nur dir Mein kleiner Blutengel Deine Flügel Sie Tropfen Und ich ertrinke in den Fluten Fluten so rot das jede Rose erblasst Flutten so hoch das der Horizont verschwimmt Ich fürchte dich Ich liebe dich Und ich verfluche dich

Leiter bei Nacht

Bild

Entschuldigung

Ich kann nicht mehr Das Atmen wird zunehmend schwerer Die Zeit vergeht rasend während sie vor meinem inneren Auge vorbei schleicht Gedanken und Erinnerungen egal wo mein Geist auch hintreibt Egal wie hochprozentig die Fluten auch sind die ihn weg treiben lassen Verloren in Erinnerungen finde ich keinen Ausgang Nur ein Fenster Ein Blick nach unten Die Stimme die spricht Und ich springe Leben verlässt mich Liebe erfüllt mich Und ich weiss, ihr wisst.. Es tut mir leid

Papa

Bitte stirb nicht Gestern waren wir noch so glücklich Heute die Nachricht deiner Freundin "Dein Papa hatte einen Schlaganfall und liegt im Krankenhaus,bitte ruf mich zurück." Plötzlich befinde ich mich im freien Fall Du wolltest nicht mal ins Krankenhaus gehen Du Sturkopf  Aber ein Schlaganfall reicht dir nicht Ein Gerinnsel im Kopf Ganz oder gar nicht.. Ich wiederhole mich aber... Das hab ich wohl von dir Hast seit dem Mama dich kennt gesagt du wirst nicht 60 Bitte lass es nur Worte sein Dich an den Schläuchen zu sehen zerbricht mir das Herz "Aber wenigstens hat der VfB gewonnen" Ich lass dich noch nicht gehen Nicht jetzt Wenn die Tage voller stille in den Hintergrund gerückt sind darfst du aber jetzt... Bitte bleib Ich liebe dich

Gedanken

Jeder Gedanke fängt mit Ich an Jeder Satz endet mit einer Träne im Auge Hasse ich mein Egoismus oder verfluche ich die Sprache die spreche Es geht doch nur um dich Wünsche mir nur ein Wort Wünsche mir nur ein Blick Habe Angst vor der Nacht Weiß nicht wie Wie soll ich atmen wenn ich sterben will? Fliehe mich in Alkohol Es hilft Nicht

Blicke wie Stiche

Du fliehst meinen Augen Weichst jeden Blick aus Ich spüre wie jeder Wimpernschlag deine Seele weiter zerreißt Spüre was deine glasigen Augen versuchen zu verstecken Vielleicht würdest du mich hassen wenn du wüsstest das es mich mit Freude erfüllt Du schämst dich nur Vor mir und jedem anderen Schämst dich vor unserem Geheimnis Deinem kleinen Geheimnis Meinem kleinen Geheimnis? Während deine Blicke mir versuchen zu entweichen sehen wir das gleiche Dir raubt es den Atem Mich erfüllt es mit kraft Du entreißt dich meiner Macht Läufst erhoben an mir vorbei Würdigst mich keines weiteren Blickes Ich bin es nicht Wert In dunklen Stunden da denke ich Nein weiß ich Es ist mein Geheimnis Getrieben von Habgier und Lust wurdest du zum Symbol meiner Schande

Auge um Auge

Siehst du mich? Du siehst mich nicht. Siehst nur das lachen vor Freude. Nicht die Blutgetränken Tränen. Siehst das Lächeln aber bist blind für die Verzweiflung. Du bist blind für das was mich Stück für Stück übernimmt. Stück für Stück zerfrisst. Du siehst in meinen Augen die Tiefe, in der du dich verlieren willst. Siehst nicht wie meine Lunge sich mit jedem Atemzug weiter mit Wasser füllt. Du starrst in meine Augen. Ich blicke in die Tiefe. Ich sehe die Abgründe. Ich sehe worüber du nicht sprichst . Ich sehe dein leid. Du, konzentriert aufs gute. Siehst nur was mich aus macht. Siehst nur was du liebst. Siehst nicht was mich leise umbringt. Sind es deine Augen? Ist es dein Blick? Ist es die liebe, die mich innerlich, sterben lässt? Du schenkst mir ein letzen Augenschlag. Eine letzte Träne. Ein letztes Wort. Schatz... Bitte bleib! Das ist was meine verstummenden Augen schreien wollen. Sehe nur noch den Abgrund. Ich falle. Seh was, was du nicht siehst. Es sc...

Tag für Tag

Straße um Straße zieht an mir vorbei Höre Menschen sprechen Verstehe kein Wort Sieh die Welt aus meinen Augen Hier ist alles grau und die Stille der Nacht macht dich taub Schreie verstummen Sich dagegen zu wehren Dazu fehlt die Kraft Es ist sinnlos Lass es passieren Lass die Dunkelheit Kontrolle über dich gewinnen Vielleicht ist es dann schneller vorbei Du kannst es nicht mehr ändern Gefangen in den kalten Händen dieser ausweglosen Situation Was ist passiert? Fragst du dich jeden Tag Du wirst lernen damit umzugehen Vergessen kannst du aber nie Und so zieht alles an dir vorbei  Bis diese Welt dir den letzten Atemzug stiehlt Ein letzter Blick in die Augen die dich immer verfolgt haben Ein letztes mal greifen dich die Hände Ein letztes Mal lässt dich dein gebrochener Geist eingestehen das... Der Atem stoppt  Die Gedanken verflüchtigen sich Du suchst nach halt doch bemerkst das du dir den Fall selbst ausgesucht hast

Kalter Brand

Kalter Blick Kaltes Herz Gedanken versuchen auszubrechen Knochen fangen an zu splittern Nicht mehr lange Sie werden den Schädel der sie festhält sprengen Ihr drang nach Freiheit zu groß Nicht aufzuhalten Es ist zu spät Ich schließ die Augen Augenlider beben Muskeln zucken Kälte erfüllt mich Sie lindert den Schmerz Brennender Schmerz Doch das Feuer lodert weiter Die Knochen verkohlen Die Fassade fällt in sich zusammen Ich öffne meine Augen Ich stehe vor Trümmern Unter den lodernden Knochen kämpfen die Gedanken Nun sind sie frei Versteck dich Bitte Bevor sie dich übernehmen

Niemand

Niemand will. Niemand kann. Niemand wird. Niemand will mir Hoffnung geben. Niemand kann mir Glauben schenken. Niemand wird mir ein Weg zeigen. Eingebung. Ein Geschenk. Einzigartig. Die Eingebung das Hoffnung nicht nur ein Glaube ist, ist ein einzigartiges Geschenk. Jeder will es dir schenken. Jeder weiß das er es dir nicht geben kann. Jeder wird es doch versuchen. Nur du kannst verhindern, das nicht jeder daran zerbricht. Und am Ende siehst du. Nur du willst, kannst, wirst zerbrechen.

Der Himmel

Wolken ziehen an mir vorbei. Vorbei an mir wie mein Leben. Leben ist nur noch das heben des Whisky Glasses. Alles dreht sich. Ich bin Still. Stille Wasser sind tief sagt man. Bitte ertrink nicht in mein Gedanken. Verfang dich nicht in meinen Gedanken. Befrei dich. Lass mich fallen. Sei wie alle. Geh.

Spiegel

Ich bin wie ein Spiegel. Ein Spiegel der durch die Stimmen in deinem Kopf die Realität verzerrt. Ich zeige nicht was ist sondern was du sehen willst. Ich zwinge dich. Schlag mich. Spiel mit den Scherben und oh bitte schneid dich. Blut fließt und unter den dickflüssigen Tropfen siehst du plötzlich was wirklich ist. Du bist schön aber schwach und ich bleibe der Spiegel und lach.

Morgen

Musik dröhnt in meinen Ohren in der tiefe der Nacht um Gedanken zu übertönen die Existenzen beenden können. Der Kreisel wird zum Strudel der dich in die ewige Dunkelheit zieht und die Gedanken kreisen immer schneller. Wasser füllt die Lunge. Der Strudel zieht mich runter. Vor den Augen wird es schwarz. Stille. Ich öffne die Augen. Ein neuer Kampf. Ein neuer Tag. Der selbe Vorsatz. Morgen geb ich auf.

Freiheit

Die Freiheit kann mir keiner nehmen Ein Gedanke den ich hatte Als ich in die mich blendende Laterne schaute Ihr Licht ließ die von Wasser benetzten Pflastersteine Funkeln Solch ein glanz wie du ihn in den Augen eines vertrauten Menschen siehst Um mich herum lag die Stadt in Tiefen schlaf Verwirrt drehte ich mich Kein Wesen schien noch wach zu sein Nach einem kurzen Moment der Ruhe in dem ich mich sammeln konnte richtete ich mein Blick wieder nach vorne und schritt langsam voran Der Horizont zum Greifen nah Doch war es nur meine beschränkte Sicht Wie mir die entgegenkommende U-Bahn laut deutlich zu verstehen gab Silhouetten steigen am Horizont empor Die Gestalten der Nacht folgen dem Licht in meine Richtung Sie schlafen nie Die Stadt ruht nicht Ihr Atem wird zu Kälte der Dunkelheit Verlockt sie mich mit grellen Lichtern Die Stille wird zur Stimme die uns ruft Sie wartet auf Menschen wie uns