Auge um Auge


Siehst du mich?
Du siehst mich nicht.
Siehst nur das lachen vor Freude.
Nicht die Blutgetränken Tränen.
Siehst das Lächeln aber bist blind für die Verzweiflung.
Du bist blind für das was mich Stück für Stück übernimmt.
Stück für Stück zerfrisst.
Du siehst in meinen Augen die Tiefe, in der du dich verlieren willst.
Siehst nicht wie meine Lunge sich mit jedem Atemzug weiter mit Wasser füllt.
Du starrst in meine Augen.
Ich blicke in die Tiefe.
Ich sehe die Abgründe.
Ich sehe worüber du nicht sprichst .
Ich sehe dein leid.
Du, konzentriert aufs gute.
Siehst nur was mich aus macht.
Siehst nur was du liebst.
Siehst nicht was mich leise umbringt.
Sind es deine Augen?
Ist es dein Blick?
Ist es die liebe, die mich innerlich, sterben lässt?
Du schenkst mir ein letzen Augenschlag.
Eine letzte Träne.
Ein letztes Wort.
Schatz...
Bitte bleib!
Das ist was meine verstummenden Augen schreien wollen.
Sehe nur noch den Abgrund.
Ich falle.
Seh was, was du nicht siehst.
Es schlummert in dir.
Ich weiß es.
Ich spür es.
Aber das ich daran glaube, hast du mir nie angesehen.
Hast es nie eingesehen.
Vielleicht sogar nie wahrgenommen.
Ich liebe dich.
Ich lass dich gehen.
Aber der schmerz, er hält mich fest.
Zieht mich vor den Spiegel.
Nun starre ich in diese Augen.
Und ich sehe.
Sehe was du gesehen hast.
Aber seh mich nicht mehr.
Hab mich verloren in deinen Augen und die Hoffnung verschwunden in den meinen.
Bitte
Bitte
Bitte
Töte mich, damit wir zusammen wieder frei sein können.

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