Posts

Es werden Posts vom 2026 angezeigt.

Knirschen

Unruhe zerfrisst mich, bricht mich, sie besitzt mich. Kann nie sitzen, stillstehen oder dir in die Augen sehen. Gelenke am Knirschen und Knacken, kann es nicht lassen. Unerträgliche Spannung in jedem Gelenk. Bin mich am Verbiegen und Verrenken, um irgendwie die Schmerzen zu senken. Schreit mein Kopf erbarmungslos in meine Seele hinein. Wie wird es sein? Was wäre, wenn? Würde so gern mein Ende kennen. Stell dir vor, du könntest nicht mehr rennen. Würde ich an Qual und Leid verenden oder könnte ich es rechtzeitig beenden? Kann nur noch daran denken. Zitternde Hände. Bitte zu … Bitte zu wem? Nur noch Angst, wo mal Träume waren. Horror-Fantasien so festgefahren. Wäre gern noch einmal verliebt. Einmal ohne Schmerz. Ohne Bericht in der Krankenakte. Nur einmal nicht ich. Es ist nicht nur der Knochen, der bricht. Es ist keine Hoffnung in Sicht. Ich möchte und kann es nicht. Mit diesem Schmerz – das bin nicht ich.

cl0wn I.0

Ich glaube, ich möchte der traurigste Clown in Paris sein.   Im Wahnsinn der Stadt würd ich gern all das Schöne loben. Im Wahn der Metropole den Farben erliegen.   Der Wunsch, in der Sonne hier zu bleiben – da bleib ich liegen. Doch es ist aufgebaut auf Lügen und Intrigen.   Geschichte geschrieben von denen, die siegen. Alle so individuell, dass sie zu unterscheiden schwer wird.   Die Stadt der Liebe und ich bin verwirrt. Ich starre aus dem Hotelzimmer, und Systemkritik in mir fängt an zu toben.   Doch ich mache brav mit,   so bin ich erzogen.   Verzogen.   Womöglich auch betrogen. Betrogen um den Kampf und den Sieg.   Kein Leisten für die, die ich lieb,   sondern für das System, dem unsere damalige Freiheit unterliegt. Sie haben erfolgreich mit Vernunft die Normalität besiegt,   den Überlebenskampf so vollständig eliminiert   und unser aller Leben bis ins Letzte ruini...

cl0wn o.5

Wenn meine Seele durch die Nacht wandert,   auf Suche nach jenen, die ich nie kannte,   auf Suche nach Sinn.   Hilflos ausgeliefert dem, der ich bin –   ein einsames Wesen ohne jeglichen Sinn.   Da wabert das Finstre in mir dahin,   bis es bestimmt, wer ich bin.   Wenn ich mich in den Gedanken anderer wiederfinde,   bricht, was ich empfinde,   das, was ich bin.   Ich bin   Nichts, aber der Sinnhaftigkeit beraubt.   Kann den Schmerz alleine nicht empfinden.   Kaczynskis Manifest in mir am Beben.   Gewaltfantasien suchen ihren Weg aus der Dunkelheit ins Leben.   Ich probiere, dem Gedanken nicht zu erliegen –   paranoide Schizophrenie oder doch ein Netz aus Lügen und Intrigen?   Selbstständigkeit und das eigene Risiko auf die Masse verlagert,   und Probleme erschaffen, die kein Einzelner   überschauen, ...