Nicht daran gedacht bis heute. Wollte es auch nicht mehr. Nicht ein Jahr mehr. War mir so sicher, ich hätte mich verändert. Verhalte ich mich doch anders. Spreche anders. Sehe anders aus. Aber bin noch der gleiche. War nie jemand anders. Nur die Hand, die mich spielte, ist weg. Der Einfluss ihrer Macht, in Gedanken verbannt. Doch frag ich mich, wie ich mich so naiv dem Puppenspiel hingeben konnte. Getarnter Wahnsinn als Vernunft. Im kalten Licht spricht der Weißkittel und besiegelt, wie es ist. Die Verantwortung abgegeben an eine Nummer in deiner Akte. Die neue Verantwortung, verantwortungslos. Aus Gesund werden wird damit Leben. Aus Aufheben wird wegtreten. Aus alles geben wird aufgeben. So bin ich, hier steht es. F60.X
Ich glaube, ich möchte der traurigste Clown in Paris sein. Im Wahnsinn der Stadt würd ich gern all das Schöne loben. Im Wahn der Metropole den Farben erliegen. Der Wunsch, in der Sonne hier zu bleiben – da bleib ich liegen. Doch es ist aufgebaut auf Lügen und Intrigen. Geschichte geschrieben von denen, die siegen. Alle so individuell, dass sie zu unterscheiden schwer wird. Die Stadt der Liebe und ich bin verwirrt. Ich starre aus dem Hotelzimmer, und Systemkritik in mir fängt an zu toben. Doch ich mache brav mit, so bin ich erzogen. Verzogen. Womöglich auch betrogen. Betrogen um den Kampf und den Sieg. Kein Leisten für die, die ich lieb, sondern für das System, dem unsere damalige Freiheit unterliegt. Sie haben erfolgreich mit Vernunft die Normalität besiegt, den Überlebenskampf so vollständig eliminiert und unser aller Leben bis ins Letzte ruini...
Wenn meine Seele durch die Nacht wandert, auf Suche nach jenen, die ich nie kannte, auf Suche nach Sinn. Hilflos ausgeliefert dem, der ich bin – ein einsames Wesen ohne jeglichen Sinn. Da wabert das Finstre in mir dahin, bis es bestimmt, wer ich bin. Wenn ich mich in den Gedanken anderer wiederfinde, bricht, was ich empfinde, das, was ich bin. Ich bin Nichts, aber der Sinnhaftigkeit beraubt. Kann den Schmerz alleine nicht empfinden. Kaczynskis Manifest in mir am Beben. Gewaltfantasien suchen ihren Weg aus der Dunkelheit ins Leben. Ich probiere, dem Gedanken nicht zu erliegen – paranoide Schizophrenie oder doch ein Netz aus Lügen und Intrigen? Selbstständigkeit und das eigene Risiko auf die Masse verlagert, und Probleme erschaffen, die kein Einzelner überschauen, ...
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